Der Nordstern soll wieder leuchten

Die C-Junioren des FC Nordstern bejubeln ihren Aufstieg. Die C-Junioren des FC Nordstern bejubeln ihren Aufstieg. Foto: zVg.

Der FC Nordstern will mit gezielter Juniorenförderung die Basis für eine sportlich bessere Zukunft schaffen. 
Die Freude ist grenzenlos an diesem 7. November 2016. Die C-Junioren des FC Nordstern steigen in die Stärkeklasse «Promotion» auf. Hans Hunziker, Präsident des Traditionsvereins strahlt, wenn er von diesem Erfolg berichtet: «Diese jungen Fussballer sind die Zukunft des Vereins. Ein solcher Aufstieg macht Freude und motiviert alle.» Der Inhaber einer Treuhandfirma kann sich noch genau an die glorreichen Zeiten der Nordsterne erinnern. Vizemeistertitel und Cupfinal-Teilnahmen liegen Jahrzehnte zurück. Hunziker trauert diesen Zeiten nicht nach: «Natürlich waren das schöne Erfolge damals, aber wir müssen uns auf die Gegenwart konzentrieren und die Zukunft planen.» Dabei steht für den FC Nordstern die eigene Jugend im Zentrum aller Bemühungen, den Anschluss auch im Aktiven-Fussball wiederherzustellen.

Aktiv-Mannschaft soll profitieren
Neben zwei Senioren- und einem Aktiv-Team, stellen die Nordsterne 17 Junioren-Mannschaften. Knapp 300 junge Fussballer kicken für den 1901 gegründeten Verein. So viele, wie seit langem nicht mehr, und der FCN erhält laufend Zuwachs. Hunziker zeigt sich sehr erfreut mit der Entwicklung und unterstützt den eingeschlagenen Weg, wo er nur kann. Gut ausgebildete Trainer sollen in den nächsten Jahren dafür sorgen, dass die erste Mannschaft mit ausschliesslich eigenen Junioren versorgt werden kann. Der sportliche Erfolg sei derzeit sekundär, auch wenn man mit einer 4. Liga-Mannschaft nicht zufrieden ist. 

Identifikation stärken
Das von Daniel Lüscher und Dominik Schindler trainierte Team kämpft aktuell um den Aufstieg in die 3. Liga. Schindler, der zusätzlich das Amt des Sportchefs bekleidet, erklärt, dass der Verein aus den Fehlern, die man in der jüngeren Vergangenheit begangen habe, gelernt hat: «Keiner unserer Spieler erhält ein Honorar oder Punkteprämien. Wir profitieren als Verein viel mehr davon, wenn wir selbst Spieler ausbilden, denn diese identifizieren sich mit dem Club.» Man sei aber erst ganz am Anfang und gebe sich genügend Zeit, «um vielleicht in zehn Jahren wieder 2. Liga-Fussball spielen zu können.» Ausdruck der neuen Vereinsphilosophie ist des Präsidenten Wunsch nach zehn Jahren das Amt weiterzugeben. Seine Nachfolge soll im nächsten Jahr - nicht ohne Grund - der jetzige Juniorenobmann Stefan Zanocco antreten. Er habe das neue Konzept verinnerlicht und soll mit Hilfe des Vorstands und der vielen freiwilligen Helfer dafür sorgen, dass der Nordstern über dem Rankhof wieder zu leuchten beginnt.

www.fcnordstern.ch

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